Checkliste für den Einsatz von QR-Codes

Bei aller Kritik an ihnen, gibt es doch viele sinnvolle Einsatzzwecke für QR-Codes und ihre Akzeptanz steigt stetig. Denn wenn Sie es schaffen, einen Kunden von einem "offline Medium" - wie z.B. einer Verpackung, einem Plakat oder direkt von einem physikalischen Produkt - über einen QR-Code auf eine mobile Seite (also in einen digitalen Kanal) zu holen, eröffnen sich für Sie und den Kunden unzählige neue Möglichkeiten.

Doch es gibt auch einige Punkte zu beachten, wenn ein QR-Code sinnvoll und effektiv eingesetzt werden soll.

1) Ein QR-Code braucht eine Erklärung

Da wir den Code selbst nicht lesen können, brauchen wir an einem QR-Code eine klare Aussage was uns beim Scannen erwartet. QR-Codes ohne eine solche Aussage, werden in der Regel gar nicht gescannt. Erklärungen, was man tun muss um den Code zu scannen, sind auch wenig sinnvoll. Nutzern, die bereits wissen wie es geht, fehlt dann die Aussage was sie erwartet, Nutzer, die noch nicht wissen wie es geht, werden selten durch eine solche Anleitung überzeugt dies in dem Augenblick zu lernen. Es muss also immer eine klar zu dem QR-Code gehörige Aussage geben, die den bereits angesprochenen Nutzen des klar angibt. "Jetzt Trailer ansehen" auf einem Filmplakat ist verständlich und der Nutzen eindeutig. "Anleitung zu diesem Gerät" auf einem DVD-Player ist sofort verständlich und als Nutzer kann ich sofort entscheiden ob mir das Scannen in diesem Augenblick sinnvoll erscheint. Am meisten gescannt werden übrigens Codes, die direkt beworben und auch incentiviert werden. Zum Beispiel in der Form "Jetzt QR-Code scannen und 999€ gewinnen". Gestalterisch empfiehlt es sich die Erklärung direkt zum Code zu gruppieren und die Aussage auch nicht zu klein zu machen.

2) QR-Codes sind dort effektiv, wo Nutzer Zeit zum Scannen und konsumieren haben

Möchte ich, dass mein Code gescannt wird, so wähle ich dafür Orte, wo Nutzer Zeit und Ruhe und auch Interesse an weiteren Informationen haben. Bringt man den Code z.B. auf Broschüren oder Produkten an, ist es zwar nicht umfassend planbar, aber man sollte sich zumindest Gedanken machen: wo werden Nutzer diesem Code wahrscheinlich begegnen? Haben diese dann die Zeit, an dem Ort ihr Smartphone zu zücken, den Code zu scannen und sich mit den Inhalten zu beschäftigen? Gute Beispiele sind Bushaltestellen, Wartezimmer oder auf der Arbeit / Zuhause im direkten Umgang mit einem Produkt. Etwas schwieriger wird der Fall in Geschäften. Der schnelle Einkauf von alltäglichen Bedarfsgegenständen ist häufig stressig und lässt kaum Zeit für das Scannen. Hier kann ein Code besser sein, der einen klaren Nutzen für später zu Hause verspricht, was auch vor dem Kauf bereits positiv wahrgenommen werden kann. Ist das Produkt aber hochpreisiger und der Entscheidungsprozess komplexer, ist ein Nutzer eher bereit vor dem Kauf direkt vor dem Produkt Zeit in die vom Hersteller angebotene Informationen zu investieren.

3) Sie sollten die Kontrolle über den Code behalten

Einmal gedruckte QR-Codes sind nicht mehr änderbar. Deshalb empfiehlt es sich, als Link eine URL zu verwenden, über die Sie die Kontrolle haben. Eine Domain die Ihnen gehört, oder einen Redirect Service, bei dem Sie die URL nachträglich ändern können. Weiterhin ist es sinnvoll, als Zielseite immer eine eigene Seite anzubieten. Selbst wenn der eigentliche Inhalt nur ein You-Tube-Video oder eine Facebook Seite ist. Betten Sie ein Video in einer eigenen Seite ein, können Sie es mit Ihrem Corporate Design umgeben und weiterführende Inhalte anbieten, die Sie selbst bestimmen. Verlinken Sie beispielsweise direkt zu YouTube, kann der User zwar ihr Video konsumieren, ist danach aber auf einer Plattform, die eigene Interessen vertritt und dem User auch andere Videos anbietet. Hätten Sie das Video auf Ihrer eigenen Seite eingebettet, so könnte der User danach Ihre Inhalte und Ihre Interaktionsangebote wahrnehmen.

4) Die Zielseite muss eine mobile Seite sein

Eigentlich sollte das offensichtlich sein. Leider sieht man aber noch viel zu oft nicht smartphonegerechte Zielseiten. Ein QR-Code wird fast immer mit einem Smartphone gescannt. Deshalb müssen auch die Inhalte, die der Nutzer dann zu sehen bekommt, für ein Smartphone aufbereitet sein. Das betrifft nicht nur die Gestaltung, sondern auch besonders die zu ladende Datenmenge. Die schwankende Übertragungsgeschwindigkeit über ein Funknetzwerk führt bei nicht optimierten Seiten zu langen Ladezeiten, die kaum ein Nutzer in Kauf nehmen wird. Ein QR-Code, der auf eine mangelhaft zu bedienende und zu ladende Desktop Seite zeigt, verärgert den Nutzer und fällt sofort schlecht auf den Anbieter zurück.

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