E-Commerce

E-Commerce Plattform-Rewrite

Kompletter Rewrite des internen Systems für einen etablierten Online-Händler – von einem gewachsenen Legacy-Stack zu einer skalierbaren Go/React-Plattform.

Steckbrief

Branche: E-Commerce
Ausgangssituation: Über 20 Jahre gewachsenes Legacy-System (.NET), keine Dokumentation, keine Backups, veraltete Kotlin-App über den PlayStore – und Wachstumsambitionen, die das Setup nicht hergibt
Lösung: Vollständiger Rewrite: Go-Backend, React-Dashboard, native App durch Progressive Web App ersetzt, alle Versanddienstleister über eine einzige Schnittstelle angebunden
Ergebnis: Skalierbares System, fehlerfreier Übergang in den Wirkbetrieb, Basis für weiteres Wachstum gelegt


Ausgangssituation

Das Unternehmen ist über 20 Jahre alt und zählt zu den führenden Online-Händlern in seinem Segment. Aus einem kleinen Fachbetrieb entstanden, wuchsen Sortiment und Kundenbasis über die Jahre erheblich – heute beschäftigt das Unternehmen rund 170 Mitarbeitende.

Das Geschäftsmodell ist komplex: Produkte liegen nicht auf Lager. Stattdessen werden Bestellungen nach Eingang direkt bei einem Netz von Lieferanten abgerufen, zusammengestellt und versandt. Das macht den Prozess anspruchsvoll – Verfügbarkeit und Qualität können zwischen Bestelleingang und Versand variieren.

Das interne System, das diesen Betrieb steuerte, war über viele Jahre gewachsen. Das .NET-Backend stammte von einem ehemaligen Werkstudenten, der längst nicht mehr im Unternehmen war. Es funktionierte sehr gut – aber kaum jemand verstand es noch, und ändern ließ sich daran praktisch nichts. Wichtige Features fehlten, gehostet wurde auf selbst aufgesetzten Servern.

Zusätzlich lief eine veraltete Kotlin-App über den PlayStore. GLS und DPD waren als zwei getrennte Schnittstellen angebunden. Das Corona-Wachstum hatte alle im Tagesgeschäft aufgerieben – für strategische IT-Entscheidungen fehlte die Zeit.

Challenge

Vom ehemaligen Werkstudenten existierte keine Dokumentation. Das Wissen darüber, wie das System funktionieren sollte, steckte ausschließlich in den Köpfen der Mitarbeitenden. Dazu kam ein historisch gewachsenes Datenbankmodell, das grundlegende Prinzipien des Datenbankdesigns ignorierte – und ein Tech-Stack, in dem wir uns erst einarbeiten mussten.

Der Kunde wollte zehnmal so groß werden. Mit dem bestehenden Setup war das nicht möglich – aber wie es gehen sollte, war auch nicht klar.

Umsetzung

Wir arbeiteten uns tief in die Prozesse des Kunden ein, um das Kerngeschäft wirklich zu verstehen. Daraus entstand ein vollständiger Rewrite:

Das Go-Backend ersetzte das alte .NET-System. Parallel wurde das React-Dashboard von Grund auf neu gebaut – mit klarer Struktur und durchgängig nutzbaren Komponenten.

Die Kotlin-App wurde nicht einfach abgelöst, sondern durch eine React Progressive Web Application ersetzt. Damit entfiel eine gesamte Technologie-Ebene: kein separater App-Store-Prozess, keine aufwendigen Update-Deployments. Internes Dashboard, Packplatz-Frontends und Handscanner laufen heute technologisch einheitlich auf React – auf Zebra-Scannern, Zebra-Labeldruckern, Industriewaagen und diversen Android-Geräten gleichermaßen.

Alle Versanddienstleister wurden über Shipcloud angebunden – eine einzige Schnittstelle statt mehrerer separat gepflegter Verbindungen. Neue Dienstleister lassen sich damit ohne Entwicklungsaufwand hinzufügen.

Konkrete Verbesserungen im Alltag: Im alten System konnte ein Versandlabel unbemerkt fehlschlagen – keine Fehlermeldung, der Mitarbeitende musste die Bestellung zur Seite legen und auf Klärung warten. Das neue System meldet Fehler sofort an der Versandstation, zum Beispiel wenn eine Adresse ungültig ist. Da Versand und Lagerhaltung räumlich getrennt liegen, wurden Echtzeit-Benachrichtigungen im Dashboard eingebaut, damit Probleme nicht erst beim nächsten manuellen Abgleich auffallen.

Was danach passierte

Der Übergang erfolgte als kontrollierter Testlauf – altes und neues System liefen parallel, der Wechsel war praktisch fehlerfrei. Seitdem läuft der Betrieb vollständig auf der neuen Plattform.

Das System ist so gebaut, dass neue Anforderungen schnell und ohne Umwege eingebaut werden können. Wir arbeiten weiter Feature für Feature mit dem Kunden – angepasst an den Takt des Tagesgeschäfts. Die Basis für das angestrebte Wachstum ist gelegt.

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